Caritas in Niedersachsen
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Hildesheim / Osnabrück / Vechta. Einen "Pflegealarm" haben die Caritasverbände für die Bistümer Hildesheim und Osnabrück sowie der Landes-Caritasverband für
Oldenburg am Dienstag, 4. März, in Hannover ausgelöst. Mit dem Slogan "Die Helfer brauchen Hilfe" wollen sie die niedersächsischen
Landtagsabgeordneten sowie die breite Öffentlichkeit auf die schwierige Lage der Altenhilfe in Niedersachsen aufmerksam machen. |
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Unterstützt wird die landesweite Kampagne von den niedersächsischen Bischöfen Norbert Trelle (Hildesheim), Franz-Josef Bode (Osnabrück) sowie von Weihbischof Heinrich Timmerevers (Vechta). Unter anderem haben alle drei Bischöfe einen offenen Brief an Ministerpräsident Christian Wulff sowie alle niedersächsischen Landtagsabgeordneten unterzeichnet. Darin beklagen sie "ein unsägliches Diktat des Feilschens und Tauziehens um jeden Cent" bei Pflegesatzverhandlungen. "Niedersachsen ist in der Altenpflege das Schlusslicht der westdeutschen Länder" heißt es weiter. Die Bischöfe beklagen die "immer klarer erkennbare Dominanz des Ökonomischen im Sozialen". |
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Es geht den Geistlichen darum, "Dumpinglöhne in der Altenpflege zu beseitigen, die Pflegequalität zu sichern und für die pflegerische
Tätigkeit eine angemessene Vergütung zu sichern", heißt es in dem Schreiben an die Politiker. Dafür sei es notwendig, "die
Tarifbindung auf breiter Basis sicher zu stellen". |
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Die Bischöfe drücken in dem Schreiben ihre Hoffnung aus, dass das Thema Pflege "ein Schwerpunkt der neuen Landesregierung
wird" und laden die Abgeordneten gleichzeitig ein, "die Realität vor Ort kennen zu lernen". |
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"Wir wollen mit der Kampagne erreichen, dass für die Pflege in Altenheimen und ambulanten Pflegediensten wieder mehr Zeit
für die unmittelbare Pflege am Menschen zur Verfügung steht", erläutert Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe die Aktion. |
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Darüber hinaus fordere die Kampagne eine angemessene Vergütung der Caritasarbeit. So koste eine verheiratete Pflegefachkraft
mit zwei Kindern in einem Altenheim die Einrichtung beispielsweise 44.600 Euro pro Jahr. Darin enthalten sind auch Urlaubs
und Weihnachtsgeld. |
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Die Pflegekassen erstatten dem Caritas-Altenheim aber nur zwischen 30.000 und 39.000 Euro. Den Rest muss die Einrichtung aus
eigener Tasche finanzieren. Dies sei für eine begrenzte Zeit möglich, erklärt Caritas-Altenhilfereferent Manfred Bockhorst.
Irgendwann aber treibt es die Einrichtung in die roten Zahlen und schließlich in die Insolvenz. |
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Neben besseren finanziellen Rahmenbedingungen fordern die Bischöfe mit ihren Caritasverbänden eine größere Wertschätzung für
Menschen in Pflegeberufen. Diese werde unter anderem in einer am tatsächlichen Personalbedarf ausgerichteten Personalausstattung
deutlich. Bereits jetzt sei absehbar, "dass Pflegefehler nicht mehr zu vermeiden sein werden" auf Grund der hohen Belastung
der Mitarbeiter, heißt es in einem Positionspapier der Caritas. |




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