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Stand: 18.12.2014

Pressemitteilung

Glückstagebuch hebt die Stimmung bereits nach sechs Wochen

Cloppenburg (LCV) Eine neue "Kultur des Sozialen" hat Altenhilfereferent Manfred Bockhorst im Rahmen des 31. Tages der Altenhilfe in Cloppenburg gefordert. Es gehe um eine Überwindung des Verständnisses, "den Altenhilfebereich nur als Stör- und Kostenfaktor zu sehen", kritisierte er am Donnerstag, 15. März, vor rund 500 Zuhörern in der Cloppenburger Stadthalle.

Um die seelische Widerstandskraft zu erhalten, genügen häufig kleine Schritte, führte Professorin Jutta Heller aus. Man müsse sie nur tun. Im Rahmen von sieben "Resilienzschlüsseln" empfahl sie beispielsweise, ein Glückstagebuch zu führen. Darin jeden Abend die positiven Ereignisse des zurückliegenden Tages notiert, hebe sich bereits nach sechs Wochen die Lebensstimmung. Heller: "Es geht einem besser."

Ein weiterer Tipp in Richtung Altenhilfe: "Sorgen Sie dafür, dass viel gelacht wird." In der Regel komme jedes Lächeln zurück.

Dass jeder Mensch etwas von Gott in sich trägt, hat Weihbischof Wilfried Theising in einem Gottesdienst am Morgen betont. Dies gelte selbstverständlich auch für alte Menschen, die dem Ideal des starken und gesunden Leistungsträgers nicht mehr entsprechen würden, sagte er in der vollbesetzten Kapelle des St. Pius-Stiftes.

So sei für die Ausbildung in der Altenpflege nicht nur wichtig, welche Noten am Ende im Zeugnis stünden, sondern auch, was an Herzensbildung geschehen sei. Theising: "Das Schönste ist, wenn sie zum Segen für die Bewohner werden."

Der Vechtaer Offizial selbst sei tief berührt gewesen, als zwei Neffen den Beruf der Altenpflege ergriffen hätten. Die fachliche Unterstützung von Pflegekräften habe er darüber hinaus selbst mehrere Jahre sehr geschätzt, als seine Mutter an Demenz erkrankte.

Zitat:
"Ich bin dankbar dafür, dass Sie sich auf den Weg machen, Altenpfleger und -pflegerin zu werden. Ich finde das großartig."
Weihbischof Wilfried Theising


Zahlen, Daten und Fakten zur katholischen Altenhilfe im Bereich des Landes-Caritasverbandes für Oldenburg: 
 
Stationäre Pflege
28 Alten- und Pflegeheime mit 1.979 stationären Pflegeplätzen und
2.232 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
 
Ambulante Pflege
19 Caritas-Sozialstationen und ambulante Pflegedienste
mit 1.068 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
 
Teilstationäre Pflege
16 Einrichtungen der Tagespflege mit 247 Plätzen und
166 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
 
Betreutes Wohnen und Altenwohnungen
16 Wohnanlagen mit 346 Wohnungen

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