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Stand: 22.01.2019

Pressemitteilung

Um nicht im Loch zu bleiben

Landkreis Vechta (LCV) Er ist nicht der einzige im Landkreis Vechta, der mit Depressionen kämpft. Und das als junger Mensch. Jetzt möchte Bastian* eine Selbsthilfegruppe gründen.

Seine inneren Löcher hat der Mit-Zwanziger zugestopft mit Zocken.  Sich manchmal nur zwei Stunden Schlaf pro Nacht gegönnt. Manchmal nicht mal das. Neben der tiefen Niedergeschlagenheit soll es auch um ‚Mobbing‘, ‚Ängste‘ und ‚Burnout‘ gehen.

Denn vieles von dem hat der junge Mann am eigenen Leib erlebt. Irgendwann hat der Joy-Stick darüber nicht mehr hinweg geholfen. Er musste sich in ärztliche Behandlung geben.

Kein Wunder: Eine Beziehung war in die Brüche gegangen. Vor Ort gab es auch keine Kontakte mehr. Nur noch beim Spielen an der PS-4-Konsole. „Wir sprechen ja während der Spiele miteinander“, beschreibt Bastian den Reiz.

Aber Bastian merkt, dass diese Beziehungen in München, Köln oder Hamburg nicht tragen. Von einer neuen Selbsthilfegruppe speziell für junge Menschen zwischen 18 und 28 erhofft sich der ausgebildete Handwerker, weitere Anregungen und Tipps zu bekommen, gut mit Depressionen umzugehen.

Dabei denkt er bei den Teilnehmern „nicht an die, die sagen ‚Ich habe eine Depression‘, wenn es ihnen mal zwei Tage schlecht geht“. Sondern an jene, denen es ernst ist und die selbst Phasen im tiefen Keller durchlebt haben.

Auch kann er sich vorstellen, innerhalb der Gruppe Dinge zu unternehmen. Mit ein Grund  für den Wunsch nach Gleichaltrigen.

Ein erstes Treffen soll in Vechta stattfinden am Donnerstag, 17. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr, in den Räumen der Kreisvolkshochschule Vechta (Bahnhofstraße 1). Weitere Infos bei der Kontakt- und Beratungsstelle Selbsthilfe, Kerstin Willenbrink oder Melanie Fischer, Tel. 04441/8707-0.

*Name geändert.

Dietmar Kattinger
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 04441 8707-640

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