Offizialat und oldenburgische Caritas werden Bedürftige in Belarus weiter unterstützen
Vechta / Oldenburger Land (LCV) Es sind mehr geworden, erzählt Roman Raczko. 150 pro Tag. Manchmal auch 200, beschreibt der Direktor der Caritas im belarussischen Bistum Grodno nahe der Grenze zu Polen. Ältere seien es, aber auch 25-Jährige, die jeden Tag zur Armenküche der dortigen Caritas kommen.
Männer, denen das Leben tiefe Furchen ins Gesicht geschnitten hat. Aber auch Damen mit Handtaschen, denen man ihre Bedürftigkeit nicht auf den ersten Blick ansieht, schildert Raczko jetzt bei einem Besuch im Offizialat in Vechta.
Zwei Ordensfrauen seien es, die jeden Tag kochen. Unterstützt werden die beiden ‚Schwestern von der Heiligen Familie von Nazareth‘ durch Ehrenamtliche. Inzwischen rühren sie die Suppen in einem festen Container-Haus, mitfinanziert vom Landes-Caritasverband für Oldenburg sowie den Maltesern der Reiterstadt.
Ein Dach über dem Kopf, indem es darüber hinaus auch zwei Duschen für alle die gibt, die sich jeden Tag in die Schlange einreihen und für dessen Betrieb Raczko für das verbleibende Jahr 2023 noch 15.000 Euro fehlen.
In der augenblicklichen Lage für Belarus spenden? Aus zwei Gründen beantworten Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe und Michael Daemen, als Vechtaer Malteser über deren Kölner Zentrale für ganz Europa aktiv, diese Frage mit ‚Ja‘. "Das eine ist, dass die einfachen Leute in Belarus für ihren Hunger und ihre Armut nicht verantwortlich sind." Ohne Unterstützung aus dem Ausland könnte die Armenküche nicht weiterbetrieben werden.
Zum anderen wäre es genau um dieser Menschen willen unklug, wenn man Brücken ins Land, die man in vielen Jahren aufgebaut habe, abbrechen würde. Auch Caritas und Offizialat werden Bedürftige in Belarus weiter unterstützen.
Spendenkonto: DE82 4006 0265 0004 0635 00 Darlehnskasse Münster (DKM) Stichwort: Belarus. (Verwaltungskosten fallen keine an.)
Pressemitteilung
Belarussischer Caritasdirektor bittet um Spenden
Erschienen am:
30.05.2023
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