Vechta/Oldenburger Land. „Die katholische Beratung schwangerer Frauen bleibt nach wie vor stark gefragt.“ So lautet das Resümee der Referentin für Schwangerschaftsberatung beim Landes-Caritasverband für Oldenburg, Rita Schute, beim Blick auf die Zahlen des vergangenen Jahres. Danach haben 2006 genau 2553 Frauen in den sechs katholischen Beratungsstellen im Oldenburger Land um Hilfe gebeten (2005: 2475). Vereinzelt seien sie mit ihrem Partner oder der Familie in die Einrichtungen gekommen.
83 Prozent der Klientinnen war schwanger. 62 Prozent aller Frauen hatte keine Berufsausbildung. Als häufigsten Grund für ihren Gang in die Beratungsstelle nannten sie finanzielle Sorgen, gefolgt von Fragen zu rechtlichen Ansprüchen. Zukunftsangst im Zusammenhang mit der Schwangerschaft sowie körperliche und seelische Belastung beschrieben knapp 50 Prozent als Ursache dafür, warum sie Hilfe bräuchten. 30 Prozent gaben Arbeitslosigkeit als Grund ihres Kontaktes an.
60 Prozent der Frauen war zwischen 20 und 29 Jahre alt. 68 werdende Mütter und damit rund drei Prozent waren zwischen 15 und 17. Fünf hatten das 14. Lebensjahr nicht überschritten.
Finanziell konnte den Ratsuchenden 2006 in den katholischen Einrichtungen mit rund 800.000 Euro geholfen werden: 722.000 Euro kamen aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind“, 82.000 Euro aus dem sogenannten „Bischofsfonds“, der Bischof-Tenhumberg-Stiftung sowie der Welker-Stiftung. Neben den Einzelberatungen haben die Mitarbeiterinnen in 291 Veranstaltungen beispielsweise in Schulen oder Jugendtreffs sexualpädagogische Aufklärungsarbeit geleistet.
Infos zu weiteren Angeboten bei allen Einrichtungen der Caritas oder des Sozialdienstes katholischer Frauen oder im Internet unter www.beratung-caritas.de oder www.lcv-oldenburg.de.
Dietmar Kattinger, Referent für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 04441/8707-640