Vechta (LCV) Charlotte Link, ein Vogelbuch, ‚Hanni und Nanni‘: Bücher, die Vechtaer Bürgern künftig kostenlos zur Verfügung stehen. Und das rund um die Uhr.
Möglich gemacht hat es Inge Orlowsky aus Vechta. Angetan von solchen Bücherschränken in anderen Städten, hat sie gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Telefonzelle bei E-Bay ersteigert. Die 150 Euro dafür klingen zwar wenig. Dafür musste der Kasten aus Glas und Metall aus 400 Kilometer Entfernung mit dem Hänger nach Südoldenburg transportiert werden.
Und: Ausbau und rote Um-Lackierung wollten ebenfalls bezahlt sein. Wenngleich die Firma Gellhaus tatkräftig mit angepackt hat.
Ein privates Engagement, das Bürgermeister Helmut Gels beeindruckend findet. Wie die Idee des Bücherschrankes in Sichtweite des Vechtaer Bahnhofes überhaupt.
Das Prinzip: Bürger können ein Buch entnehmen, lesen und wieder zurückbringen. Oder ein anderes dort einstellen. "Also kein bloßer Selbstbedienungsladen", betont Orlowsky, sondern vielmehr ein Kreislauf, in den Bücher gegeben werden, so ihr Wunsch.
Für Caritasdirektor Dr. Tepe auch eine Form der Hilfe: "Bildung ist für viele Menschen ein Schlüssel, ihre Situation zu verbessern." Den Platz an der hochfrequentierten Ader der Reiterstadt habe er daher gerne zur Verfügung gestellt.
Die Bücher-Zelle bleibt sechs Monate vor dem ‚Haus der Caritas‘ stehen. Danach wird sie im Stadtgebiet an andere Standorte gebracht.
Dietmar Kattinger, 31.03.2014