Vechta/Cloppenburg (LCV)
Grundsätzlich positiv
geäußert hat sich jetzt Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe (Vechta) zu
sogenannten „1-Euro-Jobs“. Solche Beschäftigungen seien zwar kein Ersatz für
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, seien aber „eine sinnvolle Alternative
zur Untätigkeit in der Arbeitslosigkeit“, schreibt Tepe in der neuesten Ausgabe
der Caritas-Publikation
LCVaktuell.
Es sei besser, „gemeinnützige Beschäftigung anzubieten, als Perspektivlosigkeit zu finanzieren“, ist Tepe überzeugt. Zunächst seien aber alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen, um Arbeitslose in Ausbildung oder Beschäftigung zu bringen, erklärt der Theologe und Caritaswissenschaftler.
Die Arbeitsgelegenheiten sollten gemeinwohlorientiert sein, „sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden können“, führt Tepe in einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme zu Hartz IV aus.
Das Caritas-Sozialwerk mit Sitz in Vechta hat inzwischen von der Agentur für Arbeit die Bewilligung bekommen, 40 sogenannte „1-Euro-Jobs“ einzurichten: 20 im Landkreis Cloppenburg und 20 im Landkreis Vechta.
Im Landkreis Cloppenburg werden die Verantwortlichen der Caritas in den kommenden Tagen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit überlegen, für welche Personen welche Tätigkeiten in Frage kommen.
Für den Landkreis Vechta liegen der Caritas-Koordinatorin Betti Kemmlein (Lohne) bereits die Bewerbungsunterlagen von 14 Interessenten vor. Mit den vier Frauen und 10 Männern führt sie in dieser und der kommenden Woche Gespräche, um Eignung und Interesse überprüfen. Der Jüngste der Bewerber sei 25, der älteste 45, erklärte Kemmlein.
Die Sozialpädagogin wird dann versuchen, die vier Frauen und sechs Männer in Kindergärten, Altenheime oder Flüchtlingswohnheime zu vermitteln. In Kindergärten könnten die Mitarbeiter beispielsweise in der Küche oder bei Putzarbeiten helfen, beschrieb Kemmlein eine mögliche Stelle. In Flüchtlingswohnheimen könnten sie Kinder bei den Hausaufgaben betreuen.
Eine erste Person hat ihre Arbeit im Rahmen eines „1-Euro-Jobs“ bereits in einem sozialen Betrieb im Landkreis Vechta aufgenommen.
Dietmar Kattinger, Referent
für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 04441/8707-640, Handy 0171/41 59
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