Das berichtet Rita Schute, Referentin für Schwangerschaft beim Landes-Caritasverband für Oldenburg.
Für die Beraterinnen bedeute dies einen erhöhten Aufwand, da mit Dolmetscherinnen gearbeitet und häufig schwierige sozialrechtliche Fragen wie die der Krankenversicherung geklärt werden müssten, berichtet Schute von den Beraterinnen vor Ort.
"Nach wie vor stark angefragt"
Mit 2202 Ratsuchenden wurden die Einrichtungen mit ihren acht Außenstellen zwischen der Nordsee und den Dammer Bergen 2013 "nach wie vor stark angefragt", so die Referentin.
Ein Viertel der Klientinnen habe unter anderem ihre derzeitige Wohnsituation als Grund für das Aufsuchen der Beratungsstelle genannt. Vor allem in den Landkreisen Cloppenburg, Vechta sowie der Stadt Oldenburg sei bezahlbarer Wohnraum oft Mangelware, bedauert Schute. Ein Umzug in eine größere Wohnung stehe für schwangere Frauen nach einer Geburt jedoch häufig an.
"Oft fehlen Außenkontakte"
Erschwert werde ein Wohnungswechsel durch zwei weitere Punkte: 21 Prozent der Klientinnen beklagten "die fehlende Unterstützung durch das soziale Umfeld", so Schute. "Häufig fehlen Außenkontakte."
Darüber hinaus ist in den Einrichtungen in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen sowie der Caritas auffällig: Zunehmend mehr Ratsuchende fühlen sich psychisch belastet (28 Prozent). In Einzelfällen hätten sie eine rechtliche Betreuerin an ihrer Seite.
217 sexualpädagogische Kurse
Neben der 1:1-Beratung boten die Beratungsstellen im letzten Jahr 217 sexualpädagogische Kurse für Kinder und Jugendliche an. Hinzu kamen 76 weitere Elternseminare oder Mutter-Kind-Gruppen im Bereich ‚Frühe Hilfen‘.
Über die Bundesstiftung "Mutter und Kind" kamen 1.256 Frauen knapp 700.000 Euro zu Gute. Aus kirchlichen Stiftungen konnten 83.000 Euro weitergegeben werden.
Katholische Beratungsstellen gibt es in Cloppenburg, Delmenhorst, Nordenham, Oldenburg, Wilhelmshaven und Vechta.
Text: Dietmar Kattinger, 06.06.2014